Wann Physiotherapie und Osteopathie Ihrem Hund helfen
Sie fragen sich vielleicht, ob Ihr Hund so etwas überhaupt braucht. Die ehrliche Antwort ist, dass es auf die Situation ankommt. Hier sind die fünf, in denen ich am häufigsten gerufen werde, mit dem, was ich dabei tue. Wenn Sie sich in keiner wiederfinden, schreiben Sie mir kurz. Ich sage Ihnen offen, ob eine Behandlung sinnvoll ist.
1. Bei akuten Beschwerden und Schmerzen
Hunde zeigen Schmerz selten deutlich. Meist sind es feine Verhaltensänderungen oder eine Schonhaltung, die zuerst auffallen. Anlässe, bei denen Halter mich rufen:
- Plötzliche Lahmheit. Ihr Hund entlastet ein Bein oder läuft unrund.
- Steifer Gang oder sichtbar weniger Lust auf Bewegung.
- Rückenprobleme. Ein aufgewölbter Rücken oder Zucken beim Streicheln können Hinweise sein.
- Eingeschränkte Bewegungsfreude. Springt nicht mehr ins Auto, mag keine Treppen, bricht beim Spielen früher ab.
- Neurologische Ausfälle, etwa bei einem Bandscheibenvorfall oder wenn die Zehen schleifen.
- Verhaltensänderungen, die sich sonst nicht erklären lassen.
Bei akuten oder ungeklärten Beschwerden gehört der erste Weg in die Tierarztpraxis. Osteopathie und Physiotherapie sind eine Ergänzung zur Tiermedizin, keine Alternative.
2. Nach einer Operation
Nach einem Eingriff schont ein Hund die betroffene Stelle, und der Rest des Körpers trägt das mit. Genau dort setzt die Rehabilitation an.
- Ab Tag 1 möglich. Je früher ich anfange, desto weniger muss später korrigiert werden.
- Verspannungen lösen, die durch die Kompensation der anderen Gliedmaßen entstehen.
- Schonhaltungen auflösen, bevor sie sich festsetzen.
- Muskeln gezielt aufbauen. Nach einer Schonphase fehlt die Muskulatur, die das Gelenk stabilisiert.
- Überlastungen behandeln, die aus der anfänglichen Schonung entstanden sind.
- Auch vor der OP sinnvoll. Muskulatur, die vorher aufgebaut ist, fehlt hinterher nicht.
3. Bei chronischen Erkrankungen
Chronische Leiden lassen sich nicht wegbehandeln. Das Ziel ist ein Hund, der damit möglichst gut zurechtkommt.
- Arthrose und Spondylose. Ich arbeite am typischen Anlaufschmerz nach dem Aufstehen und daran, die Gelenke beweglich zu halten.
- Hüft- und Ellbogendysplasie. Gezieltes Training stabilisiert das betroffene Gelenk muskulär.
4. Wenn Ihr Hund älter wird
„Er ist halt alt" ist die häufigste Erklärung, und oft steckt etwas Behandelbares dahinter.
- Beweglichkeit erhalten. Spannungen lösen, damit Aufstehen und Laufen wieder leichter fallen.
- Ruhe im Alltag. Sanfte, langsame Arbeit mit den Händen, bei der viele Hunde sichtbar loslassen.
5. Zur Vorsorge, auch ohne Beschwerden
Der beste Zeitpunkt ist, wenn es dem Hund gut geht. Dann suche ich nicht die Ursache eines Problems, sondern schaue, ob sich eines anbahnt.
- Früherkennung. Muskuläre Ungleichgewichte und beginnende Einschränkungen sind mit den Händen oft zu finden, bevor sie wehtun.
- Check für Welpen und Junghunde. Das Wachstum begleiten und ungleichmäßigen Muskelaufbau früh sehen.
Vom Welpen bis zum Senior
In jeder dieser Lebensphasen ist das Ziel dasselbe. Ein Hund, der sich so frei bewegt, wie es für ihn möglich ist. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, sehe ich beim ersten Termin, und ich sage Ihnen auch, wenn ich nichts finde.
Nicht sicher, ob das auf Ihren Hund zutrifft?
Erzählen Sie mir kurz, was Ihnen aufgefallen ist. Ich sage Ihnen offen, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Zu Ihnen nach Hause komme ich in ganz Neuss.